Michael Buchinger’s voice


Austrians have a tendency to be angry and grumpy (quite the contrary to the Australians they often get confused with…). Youtuber and writer Michael Buchinger is no exception, so we have decided to have a little chat with him about the two things that make an Austrian’s world go round: food and hate.
in German & English

TP Du bist in erster Linie im deutschen Sprachraum bekannt. Wie würdest du dich selbst einem englischsprachigen Publikum in drei Worten beschreiben?

Michael Lustig, österreichisch, tollpatschig.
TP Deine monatlichen Hasslisten, die du als Reaktion auf die Favourites Videos, die viele andere YouTuber machen ins Leben gerufen hast, sind sehr beliebt. Was glaubst du, woran liegt das?
Michael Ich glaub’ halt irgendwie, dass das Hassen sehr verbindet. Ich hab’ das bei mir bemerkt, dass ich früher immer Freunde gefunden hab, eher indem wir die gleichen Dinge gehasst haben als dass wir die gleichen Dinge mochten und ich glaub’, wenn du halt gemeinsam über etwas ablästern kannst, dann verbindet das dich schon mehr mit einer anderen Person als wenn du halt über das schöne Wetter plauderst oder so. Und aus diesem Gedanken ist das auch geboren. Eine dieser YouTube-Grundregeln ist ja, dass du immer super-relatable sein musst, um halt irgendwie eine Community zu erschaffen. Mir wird immer gesagt, dass dieses Hasslisten-Format sehr nachvollziehbar ist und die Leute sich immer denken »Ja, genauso kenne ich das«… Ich muss sagen, es war gar nicht so kalkuliert als ich dieses Format erschaffen habe, aber rückblickend betrachtet erfüll’ ich damit schon sehr viele Dinge, die man für ein gutes YouTube-Video erfüllen sollte.
TP Für deine Extra-Hass-Videos forderst du dein Publikum auf, dir mitzuteilen, was sie so in letzter Zeit gehasst haben, und dem wird gerne nachgekommen, da gibt’s auch immer ganz viel Kommunikation und Austausch zwischen den Leuten. Du hast ja gerade gesagt, dass Hass gemeinschaftsstiftend und verbindend wirkt. Hast du eine Idee, wieso das durch Hass besser funktioniert als wenn man über Dinge spricht, die man gern hat?
Michael Ich glaub’ halt, dass das besonders irgendwie bei meiner Community der Fall ist, dass die sich dann irgendwie nochmal so »anders« fühlen. Es ist halt doch eine sehr sarkastische Gruppe an Menschen und ich glaub’, es ist schön, wenn man da dann halt mal jemanden findet, der gleichgesinnt ist. Das ist ja im Internet immer so der Fall, dass man irgendwie Leute findet, die gleich denken, und ich glaub, es ist zumindest spannend, dass ich bei meinen Zuschauern so eine Gruppe an Leuten habe, die irgendwie gerne hassen. Und natürlich gibt’s immer so Leute, die sagen »Oh, Hass ist aber ein starkes Wort und wie kannst du das nur verwenden«, nur ich glaub’, die meisten checken, dass das halt sehr ironisch gemeint ist.
TP Ein anderes Format von dir, das sehr beliebt ist sind deine Kochvideos. Du betonst gerne, dass du nicht so super bist in der Küche und du hast aber selber einmal irgendwo in einem Video gesagt, dass das ja keinen Unterhaltungswert hat, wenn immer alles klappt. Schauen die Leute gerne jemand anderem zu, wie er in der Küche »versagt«?
Michael Die Leute kommentieren das sehr oft, dass sie diese Videos eben nicht wegen den Rezepten schauen, sondern weil sie sehen möchten, wie ich mich so bisschen blamiere, und ich glaub’ das ist vielleicht für viele ganz erfrischend, oder war es zumindest am Anfang. Wenn ich diese Videos mache, dann achte ich halt bewusst darauf, dass ich die Dinge, die schiefgehen nicht rausschneide, was ich halt schon so bei anderen Kollegen mitbekomme, wenn irgendwas nicht so perfekt ist, kaschieren die das meistens irgendwie. Darum beton’ ich das umso mehr, weil ich mir denke, das ist dann lustig und mal was anderes, weil ich möcht’ halt so ein bissi weg von diesem ganzen Instagram-Ding, wo alles schön und wie in einer Mode- oder Essenszeitschrift ist. Und mittlerweile, du hast es richtig gesagt, hat das aber schon ein bissi sowas angenommen, dass wenn ich halt in der Küche steh’ und etwas koche und es geht nichts schief, dann denk ich mir so »Naja, was ist das für ein Video«. Aber ich muss schon sagen, dadurch, dass ich halt in so einer Situation bin, wo da eine Kamera steht, fühl ich mich oft dazu verleitet, mich ein bisschen zu stressen, und wenn ich so gestresst bin, passiert meistens irgendwas, was nicht so sein sollte.
TP Bleiben wir beim Kochen: Man sagt ja oft, dass man schmeckt, wenn was mit Liebe gekocht worden ist. Meinst du, man kann auch schmecken, wenn was mit Hass gekocht hat?
Michael (Lacht) Ich glaube schon. Mein Freund sagt das ganz oft, dass die Dinge, die ich halt so koche, jetzt nicht unbedingt mit Hass, aber sehr lieblos wirken, weil sie nicht gewürzt sind. Ich vergess’ halt immer so diese ganzen Dinge, die man als guter Koch machen sollte, so wie Dinge salzen oder Pfeffer und Öl verwenden. Ich glaub, man merkt das schon … Und vor allem, wenn du halt mit Hass kochst. Wenn ich so richtig wütend bin und ich koch, dann ist das halt meistens ebenfalls nicht gut. Also ich glaub schon, dass man das ein bissi merkt. Wenn ich richtig hasserfüllt bin, dann bestell ich lieber was im Internet.
TP Das ist ein guter Ratschlag. Wenn wir dem Gedanken weiter folgen, dass man das sehr wohl schmeckt, wenn jemand wütend ist, oder irgendwie Hass in sich hat – wie sehr ist Grant ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Küche?
Michael Also Grant spielt ja in Österreich generell eine riesige Rolle, ich glaub’, die meisten Menschen hier sind grantig… Ich koch jetzt selten mit anderen, aber was ich so mitbekommen hab’, in Restaurants und so weiter, die Leute wirken alle irrsinnig grantig. Also von dem her glaub’ ich, dass das irgendwie so eine Geheimzutat ist bei vielen, dass sie einfach halt nur grantig sind beim Kochen und das läuft dann vielleicht umso besser. Liebe und Hass sind ja einfach nur sehr starke Emotionen. Es ist vielleicht besser man kocht so als ohne Emotionen und es ist einem alles wurscht.
TP Du hast erwähnt, dass du in letzter Zeit versuchst, dich gesünder zu ernähren und dass das eben nicht so super ist. Warum macht gesunde Ernährung keinen Spaß?
Michael Naja, da gibt’s viele Gründe. Ich mag das nicht, wenn man so genau überlegen muss, was man alles isst und ich hab jetzt auch in diesen zehn Tagen, in denen ich mich gesund ernährt hab, angefangen, Essen und Mahlzeiten vorzubereiten, wie so die typischen Instagram-Menschen. Spätestens am vierten Tag in Folge, wo ich dann so gedünstetes Gemüse gegessen hab, hab ich mir gedacht, was soll das? Das ist weder schmackhaft, noch lustig zum Essen. Natürlich hab ich mich halbwegs fit gefühlt und so weiter, aber für mich ist Essen auch was sehr Soziales und ich bin draufgekommen, wenn man wirklich drauf achtet, und man geht in Restaurants und will was gesundes bestellen, funktioniert das entweder oft nicht, oder man muss halt einer von diesen Menschen sein, die dann zum Kellner sagen »Ja, ich hätte gerne dieses Gericht, aber wenn möglich statt mit Reis lieber mit Quinoa«. Ich find’, das macht keinen Spaß, wenn man dann so ein anstrengender Gast ist. Aber das geht halt oft einher damit. Und im Zuge dieses Experiments war ich dann oft in so gesunden Supermärkten und Restaurants und diese Orte sind einfach so trist. Es sind nie Gäste dort oder nie Kunden und es läuft nie Hintergrundmusik. Das heißt, du bist immer so ein einem sehr stillen Raum, wo niemand spricht und gehst halt so einkaufen oder isst halt deine »Nudeln«, die in Wahrheit Zucchini sind.
TP Gehen wir von den anstrengenden Gästen zu den anstrengenden Kellnern. Warum sind in vielen Wiener Kaffeehäusern und Lokalen die Kellner so unfreundlich? Und warum sind die Wiener auch noch stolz drauf?
Michael Ja, sie sind irrsinnig stolz drauf. Ich weiß nicht, vielleicht ist es, weil einfach die Gäste so besonders anstrengend sind, besonders wenn es halt Touristen sind. Ich mach auf YouTube auch manchmal so Videos wo ich verschiedene Berufe ausprobiere und da hab ich mal einen halben Tag so als Kellner gearbeitet, und das war einfach fürchterlich anstrengend. Ständig will jemand irgendwas von dir und du muss halt immer so ein bisschen die Fassade aufrecht erhalten, dass alles gut ist, und du lächelst und wenn die Leute dir den dreckigen Teller geben, sagst du schmunzelnd »Danke«. Und deswegen find ich’s von den Wiener Kellnern fast sehr ehrlich, dass sie sagen »Ugh, interessiert mich alles nicht«. Natürlich, wenn ich dann Geld bezahle um irgendwo zu essen, möcht’ ich schon freundlich behandelt werden, aber ich hab das Gefühl, dass viele Leute das richtig fordern, diesen »Wiener Charme«, diese »Wiener Wurschtigkeit«. Meistens sind das auch die älteren Kellner, die halt schon länger dort sind. Ich glaub’, denen ist das halt alles schon wurscht, weißt du. Wahrscheinlich waren die am ersten Tag auch noch freundlich.
TP Wir haben über die Wiener Kellner gesprochen und eben über die Wiener Küche, die österreichische Küche – welches Land hat denn die schlechteste Küche deiner Meinung nach?
Michael Sie sagen ja immer England hat die schlechteste Küche. Ich bin mir nicht sicher. Da gibt’s ja diese Serie wo die Köchin Sarah Wiener durch Großbritannien reist. Und das hab ich geschaut und da macht sie ganz tolle Dinge. Also von dem her fand ich das nicht so schlecht. Eine Küche, die für mich persönlich echt nicht ansprechend ist, ist so die deutsche Küche, mit so Königsberger Klopsen und so. Diese ganze Hausmannskost. Ich muss das gar nicht haben, das ist mir immer ein bisschen zu herzhaft. Und überall, wo so Kümmel drinnen ist, das find ich ganz schlimm, und die Deutschen lieben das ja auch. Also ich würd’ so in diese Richtung gehen. Abgesehen davon, dass diese Gerichte immer so beknackt klingen: »Königsberger Klopse«, »Armer Ritter«, »Nasser Hund« – das sind halt immer so deutsche Gerichte.
TP Wie stehst du zur Pizza Hawaii? Ist ja ein sehr umstrittenes Gericht.
Michael Schau, ich sag immer, was immer deine Buttons pusht und was du halt gerne isst, das sollst du halt essen. Ich persönlich muss es auch nicht haben, weil ich find’, man sollte halt nicht so oft pikant mit süßem mischen und eine Pizza ist ohnehin schon das unnatürlichste, was du deinem Körper so zuführen kannst: Es ist Teig, Käse, verschiedenste Beläge und die Leute werden dann verrückt und tun halt Dinge drauf wie Nutella oder Ananas. Früher war eines meiner Leibgerichte Pizza wo so Fleischsoße drauf ist, wie bei Spaghetti. Ich find’ das halt ein bissi absurd. Also ich muss es nicht haben. Wiederum, einen Salat mit Obst drin finde ich nicht schlecht. Ich find es ist einfach zu gegensätzlich. Ananas ist meiner Meinung nach ja halbwegs »gesund« und warum soll ich die dann auf eine Pizza? Wenn ich eine Pizza ess’, dann will ich die so ungesund wie möglich, mit vier verschiedenen Käsesorten. Mir Wurst.
TP Vom schrecklichen Essen geht’s zu den schrecklichen Menschen. Welche Sorte Mensch findest du denn am allerschrecklichsten? Gibt’s da irgendwie einen Typus?
Michael Ich hab mir lange Gedanken darüber gemacht, weil ich mir unlängst meine alten Hasslisten zu Gemüte geführt hab’, und der gemeinsame Nenner ist, dass das Leute sind, die einfach sehr rücksichtslos sind. Die einfach denken, sie selbst sind die Nummer eins und alles andere ist wurscht. Weil ich glaub’ zum Beispiel, wenn die Leute so schlendern in der Innenstadt und plötzlich abrupt stehen bleiben oder irgendwie sehr langsam umherlaufen und den Weg versperren, das ist eigentlich alles Rücksichtslosigkeit. Genauso wie diese Menschen, die halt bei der Rolltreppe auf der falschen Seite stehen, was ich ja besonders hasse. Ich bin jetzt schon sehr rücksichtsvoll, wenn ich jetzt niese, dann sag’ ich zu allen Anwesenden Entschuldigung, weil ich halt einfach so ein schlechtes Gewissen hab. In dieser Hinsicht bin ich echt sehr höflich und drum ärgert’s mich immer, wenn die Leute eben nicht diese Höflichkeit an den Tag legen. Nicht, dass sich jetzt jeder entschuldigen muss, wenn er niest, aber eben etwas rücksichtsvoller sein… Weil du halt immer auch drauf achten solltest, dass sich deine Mitmenschen wohlfühlen, und ich glaub, das wird immer unwichtiger.
TP Abschließend noch, auf einer Skala von 1 bis 10 (10 ist sehr schrecklich), wie schrecklich bist denn du selber?
Michael Ich bin natürlich auch schrecklich. Ich würd’ sagen 6 bis 7, eher 6. Sagen wir 6. Also natürlich bin ich eben wie gesagt gewissenhaft und so weiter. Nur, dadurch dass ich eben erstens Youtuber bin – das macht einen schon automatisch zu einem schrecklichen Mensch – mindestens eine 4. Und dann, dass ich halt immer öffentlich diese ganzen Geschichten erzähle, über Freunde und so weiter und diese ganzen persönlichen Erlebnisse in Videos verarbeite, ich find’, das macht mich ziemlich schrecklich. Weil im Endeffekt, die Leute über die ich schreibe und die Dinge, über die ich so berichte, sind immer aus meinem Alltag gegriffen und ich glaub’, viele Mitmenschen müssen da leiden. Das ist schon ziemlich rücksichtslos. Wobei, ich geb’ ihnen natürlich immer andere Namen und ändere persönliche Merkmale, aber es ist einfach trotzdem nicht nett. Also ich glaub’, mein Karma ist ganz schlecht.
TP Naja, aber 6 ist jetzt nicht so schlecht. Du könntest ja auch eine 9 sein oder so.
Michael Ja, aber ich könnte auch eine 3 sein. Von dem her, es geht immer besser.
TP Auch wahr. Hm, ich weiß nicht, ob das ein guter Schlusspunkt ist, zu sagen, es geht immer besser.
Michael (Lacht) Ja, ich bemüh mich auf jeden Fall, ein besserer Mensch zu werden. Das ist doch mal was gutes.
TP Das tun wir doch alle, oder? Wir sind ja alle schrecklich, also von dem her vielen lieben Dank Michael fürs beantworten unserer Fragen und Servus!

The short english version

TP You are mostly known by German speakers. How would you describe yourself to an English speaking audience in 3 words?
Michael Funny, Austrian, clumsy.
TP Why do you think your monthly Hate List videos are popular?
Michael Well, I think that hating something is very connecting. I noticed that with myself that I always found friends by hating the same things as someone else, rather than by liking the same things. I think it connects you to a person more when you badmouth about something together than when you talk about how nice the weather is or something. The Hate List was born out of this train of thought. And, well, one of the basic rules of YouTube is that you have to be super relatable in order to build a community, and people often tell me that the Hate List format is really comprehensible. Honestly, it wasn’t particularly calculated when I created the format, but looking back it definitely satisfies a lot of things that should be satisfied in a good YouTube video.
TP You also do monthly Extra Hate videos for which you ask people to tell you what they’ve hated recently. You just said that hate is connecting and can help to build a sense of community. Why do you think that is?
Michael I think that this is particularly very much the case with my community. They are a rather sarcastic group of people, and I think, it’s nice to find someone who is like-minded. That’s what the Internet is all about in a sense, that you find people who think the same way. I think it’s quite interesting that my viewers are a group of people who somehow like to hate stuff. (chuckles) That way they can let off some steam. Of course, there’s always someone who’s like “Oh, but hate is such a strong word, how dare you use it so much“, but I think most people get that all of this is very ironic.
TP In your cooking videos, you like to point out how bad your cooking skills are. Do people like watching someone fail at cooking?
Michael People often comment that they don’t watch those videos for the recipes, but because they want to see how I embarrass myself. I think it’s quite refreshing, or at least it was in the beginning. When I make these videos I’m careful not to cut out the things that go wrong. I often see it with other YouTubers, that they try to cover up when something isn’t perfect. That’s why I emphasise it all the more because I think it’s funny and a little different. I want to move away from this whole ‘Instagram thing’ where everything looks pretty and nice like in fashion or food magazines, and show things how they really are. By now, it has come to the point that when I’m cooking, and everything works the way it’s supposed to, I’m like “Well, what kind of a video is this supposed to be”. But mostly, I have to say being in a situation where there’s a camera, I feel tempted to stress myself out a bit more, and most of the time when I’m stressed out something happens that shouldn’t happen…
TP It is often said that one can taste when something has been cooked with love. Do you think one can also taste when something has been cooked with hate?
Michael (laughs) I think so. My boyfriend tells me quite often that the things I cook taste… well, not necessarily of hate, but he tells me that they seem kind of loveless and sloppy because they’re not very well seasoned. I tend to forget all of those things that you’re supposed to do if you want to be a good cook like to salt things or to use pepper and oil. So yeah, I do think one can tell… Especially if you’re cooking with hate. When I’m really angry and I start cooking it’s mostly just not good. When I’m really full of hate, I’d rather order my food online…
TP Why are the waiters in many Viennese coffee houses and restaurants so unfriendly? Why are the Viennese so proud of this?
Michael Yes, they are insanely proud of it! I don’t know, maybe that’s just because the guests are particularly demanding, especially when they’re tourists. I once spent half a day working as a waiter for a video and it was just incredibly straining. There’s always somebody who wants you to do something and you have to sustain this facade that everything is fine, and when somebody hands you a dirty plate you smile and say thank you. Considering that, I think Viennese waiters are just very honest. Of course I want to be treated nicely when I pay to have a meal somewhere, but I think a lot of people almost demand this kind of behaviour, the ‘Viennese charm’, the ‘Viennese couldn’t-care-less attitude’.
TP Which country has the worst cuisine in your opinion?
Michael Well, they always say England has the worst cuisine, but I’m not sure. There’s this TV-series where Sarah Wiener (a famous Austrian cook) travels around Great Britain and she does really awesome things. I quite liked that. Personally, I find the German cuisine to be not particularly appealing. You know, Königsberger Klopse (meatballs with anchovies and capers in a white roux) and all this ‘home style food’. I don’t like it very much, it’s a bit too hearty for my taste. And I don’t like caraway, which the Germans love. So that would be the worst kind of food for me, personally. Not to mention the daft names all those dishes have: Königsberger Klopse, Armer Ritter (Poor Knight), Nasser Hund (Wet Dog).
TP What kind of people do you think are the most terrible? Is there a certain type?
Michael I’ve been thinking about this a lot because I’ve watched a lot of my old Hate Lists recently, and I’ve found that the common denominator is people’s heedlessness. Like they’re the number one and everything else just doesn’t matter. I think that kind of attitude manifests itself in things like people strolling through the city and then stopping abruptly, or when they walk very slowly and block everyone’s way. All of that is just heedless. Just like those people who stand on the wrong side of an escalator which I particularly hate. I’m a very considerate person. Whenever I sneeze, I apologise to everyone present because I feel bad about it. In this respect, I’m really very polite and it just bugs me when other people don’t display the same kind of politeness. Not that I want everyone to apologise for sneezing, but you know… You should always make sure that the people around you are comfortable, and I think that’s becoming increasingly unimportant.
TP Before we finish, on a scale of 1 to 10, how terrible would you say you are? (10 is the most terrible)
Michael I’m terrible too, of course. I’d say I’m a 6. As I said, I’m considerate and so on. But I’m also a YouTuber which automatically makes you a terrible person, a 4 at least. And I always tell stories about friends and use all these personal experiences in my videos, which I think makes me pretty terrible. The people I write about and all the experiences I report are taken from my day-to-day life, and I think a lot of people have to suffer for this. That’s pretty heedless. I do use different names and I change personal features, but still, it is not nice. I think my karma is pretty bad.(chuckles) In any case I’m trying to become a better person. That’s a good thing.

TP Alright, thank you very much, Michael, for answering all these questions. Servus!


Words collected by Julia Herrele – Illustration by Louis Calot

You can follow Michael’s work on his official website, Youtube, Facebook or Twitter!

 

terrible

 

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